Norisbank: Mindestgeldeingang beim Girokonto eingeführt

 

Bedingungslos kostenloses Girokonto? Mindestgeldeingang seit 2021

Die Norisbank bietet ein seit Jahren sehr beliebtes und bedingungslos kostenloses Girokonto an. 

Mit der bedingungslosen Kostenlosigkeit hat es ab dem 27.01.2021 allerdings ein Ende. Die Direktbank führt Kontoführungsgebühren ein, die sich immerhin mit einem Geldeingang von mindestens 500€ vermeiden lassen.

Die Norisbank folgt damit einen Schritt, den bereits die meisten anderen (Direkt)Banken gemacht haben. Ist das Norisbank Girokonto weiterhin zu empfehlen und welche Alternativen gibt es?

 

Kein bedingungslos kostenloses Girokonto mehr

Zum 27.01.2021 führt die Norisbank einen Mindestgeldeingang auf ihrem Girokonto ein. Ohne einen Geldeingang über mindestens 500€ im Monat fällt eine Kontoführungsgebühr in Höhe von 3,90€ an. Diese Gebühr wird quartalsweise in Rechnung gestellt und vom Konto abgebucht.

Beim Geldeingang muss es sich nicht um ein Gehalt oder festes Einkommen handeln. Eine Überweisung von einem anderen (eigenen) Girokonto ist völlig ausreichend. Außerdem muss das Geld nicht auf dem Norisbank Konto verweilen. Theoretisch kann man den Geldeingang bereits am nächsten Tag wieder zurück überweisen oder am Geldautomaten abheben.

Keine Kontogebühr für Personen bis 21 Jahre

Generell keine Kontogebühr wird übrigens von Personen jünger als 22 Jahre erhoben. Bis zum Alter von maximal 21 Jahre nutzt man das Girokonto somit stets kostenlos, egal ob ein Geldeingang auf dem Konto eingeht oder nicht.

Was bedeutet  der neue Mindestgeldeingang für Norisbank Kunden?

Neben der Norisbank haben inzwischen viele andere Direktbanken einen Mindestgeldeingang oder Kontoführungsgebühren eingeführt. Andere Banken verlangen in der Regel höhere Geldeingänge (1822direkt zum Beispiel 700€) oder gleich einen festen Einkommenseingang (ING), damit das Girokonto kostenlos bleibt. Bei den Filialbanken sind vermeidbare Kontoführungsgebühren inzwischen sogar eher die Ausnahme. Die deutliche Mehrheit der Sparkassen und Volksbanken verlangt Kontoführungsgebühren.

Kunden der Norisbank fahren mit dem Mindestgeldeingang noch recht gut und werden diesen "Nachteil" kaum merken. Die meisten Kunden der Norisbank sollten sowieso bereits im Monat mehr als 500€ auf dem Konto eingehen lassen. Nutzt man das Konto allerdings nur als Zweitkonto für gelegentlich Ausgaben, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Geldeingang auf 500€ erhöhen (und bei Bedarf überschüssiges Guthaben später wieder zurücküberweisen)
  2. Norisbank Girokonto kündigen und ein weiterhin bedingungslos kostenloses Girokonto eröffnen

Norisbank EmpfehlungIst das Girokonto der Norisbank weiterhin zu empfehlen?

Die Konditionsanpassung der Norisbank betrifft nur die Kontoführungsgebühr bzw. die Möglichkeit sich von dieser zu befreien. Die anderen Konditionen werden nicht angetastet, sodass die Norisbank ein weiterhin sehr gutes Girokonto anbietet. Das Konto bietet einige Vorteile, die wir hier kurz zusammenfassen:

  • Kostenloses Girokonto mit Mindestgeldeingang
  • Kostenlose Bank- und Kreditkarte zum Konto
  • Kostenlos Bargeld (Banknoten) einzahlen bei Deutsche Bank
  • Kostenlos abheben an allen Automaten der Cash Group (ca. 9.000)
  • Im Ausland kostenlos Geld abheben mit der Mastercard
  • Bisher immer recht kulant bei der Kontoeröffnung

Wir können das Girokonto der Norisbank also weiterhin empfehlen, wenn man den Mindestgeldeingang darstellen kann. Hat man nicht die Möglichkeit monatlich mindestens 500€ auf das Girokonto zu überweisen (kann theoretisch am nächsten Tag wieder zurück überweisen werden), sollte man ein anderes Girokonto eröffnen. Es gibt weiterhin einige bedingungslos kostenlose Girokonten, bei denen kein Mindestgeldeingang nötig ist.

Weiterhin bedingungslos kostenlose Girokonten:

Die vier Konten stellen gute Alternativen zur Norisbank dar. Die comdirect und DKB bieten generell gute Konditionen und ihre Konten können gut als Haupt-, aber auch als Zweitkonto genutzt werden. Beide Konten können alleine oder als Gemeinschaftskonto eröffnet werden. Bei N26 ist dagegen nur die Eröffnung für einen Kontoinhaber möglich. 

Wer den bei der Norisbank geforderten Mindestgeldeingang nicht darstellen kann oder will, sollte sich die Alternativen ansehen. Kontoführungsgebühren lassen sich bisher weiterhin leicht vermeiden. Allerdings führen nach und nach auch weitere Banken Gebühren oder zumindest Bedingungen ein.

Am 15.02.2021 beendete die comdirect ihr bedingungslos kostenloses Girokonto. Die Bedingungen, um Kontogebühren zu vermeiden, sind leicht zu erfüllen, allerdings ist bei den Banken in 2021 ein klarer Trend zu erkennen: Bedingungslos kostenlose Konten werden abgeschafft und bereits kostenpflichtige Girokonten werden teurer.