Baby Sparkonto

BabykontoNicht alle Banken bieten bereits für Neugeborene Sparkonten an. Wer bereits ab der Geburt ein Sparkonto fürs Baby eröffnen möchte, für den existieren dennoch einige gute Angebote.

Wir haben Ihnen besonders gute Angebote herausgesucht, bei denen bereits auf den Namen des Babys ein Sparkonto eröffnet werden kann.

Auf diese Weise kann der Sparerpauschbetrag (aktuell 801€) des Nachwuchses genutzt werden. Würden die Eltern auf ihren Konten für das Baby sparen, so würde der elterliche Sparerpauschbetrag belastet werden.

Baby Sparkonten im Vergleich

          
  ING
Renault Bank
VTB
RaboDirect Volkswagen Bank
Sparkontoanbieter

Sparkonto Ing Diba

Reanult Bank VTB Tagesgeld Rabodirect VW Bank Startguthaben
Zinssatz 0,25% 0,50% 0,20% 0,30% 0,1%
Zinsatz gilt für maximal
50.000€ 500.000€ 100.000€ 75.000€ 50.000€
Zinssatz Bestandskunden
0,01% 0,30% 0,20% 0,3% 0,10%
Zinsgarantie 4 Monate 5 Monate
Nein Nein
Nein
Startguthaben
pausiert pausiert Nein Sparschwein Nein
Sicherungsfonds
Deutsch
Französisch
Österreich
Niederländisch Deutsch
Für Minderjährige möglich? Ja Ja Ja Ja Ja
Besonderheiten   Hoher Zinssatz für Bestandskunden

Zinssatz für Bestands- und Neukunden gleich

0,5% möglich bei 90 Tage Anlage

Sparschwein geschenkt per Post

 
Kontoantrag Sparkonto eröffnen Sparkonto eröffnen Sparkonto eröffnen Sparkonto eröffnen Sparkonto eröffnen

 
Welches Baby Sparkonto bietet die höchste Verzinsung?

Bis zum 30.09.2019  bot die ING, mit einem Zinssatz von 1%, das am besten verzinste Tagesgeldkonto für Babys, Kinder und Jugendliche. Aufgrund einer starken Zinssenkung würden zur Kontoeröffnung bei der Renault Bank raten.

Die hier vorgestellten Tagesgeldkonto können bereits für Neugeborene eröffnet werden. Den Antrag auf Kontoeröffnung müssen die Erziehungsberechtigten ausfüllen und unterschreiben. Die Tagesgeldkonten für Neugeborene und Babys werden unterschiedlich hoch verzinst. Leider unterscheiden viele Banken zwischen Neu- und Bestandskunden und senken ihre Zinssätze wenige Monate nach der Kontoeröffnung stark ab.

Daher sollte man die Zinssätze des Baby Sparkontos ab und zu kontrollieren und nicht "blind" jahrelang auf ein unter Umständen zu schlecht verzinstes Tagesgeldkonto Geld überweisen. Am besten legt man sich die Überprüfung des Zinssatzes auf Termin und kontrolliert alle 3 oder 6 Monate kurz, ob es inzwischen bessere Angebote gibt.

Sparkonto Ing Diba Kontodetails

  • Aktuell 0,25% für Neukunden
  • Guthaben jederzeit verfügbar
  • 4 Monate Zinsgarantie
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Nach der Zinsgarantie nur noch 0,01%!

Bessere Verzinsung bei französischen oder niederländischen Banken

Einige Anbieter, wie z.B. die Renault Bank oder Rabo direkt, haben ihre Zinssätze nicht so stark gesenkt, wie die deutsche Konkurrenz. Die beiden Banken bieten noch halbwegs gute Konditionen für Bestandskunden und locken nicht nur Neukunden. Wer nicht ständig ein neues Tagesgeldkonto für sein Kind eröffnen möchte, sollte daher am besten zu einem der genannten Banken wechseln.

Die Guthaben auf den Konten sind über die französischen bzw. niederländischen Sicherungssysteme abgesichert. Diese gelten als ähnlich solide, wie das Deutsche System. Außerdem handelt es sich bei der Rabo Bank und der Renault Bank um bekannte und als sicher geltende Banken.

Lohnt es sich überhaupt noch für den Nachwuchs zu sparen?

Leider haben wirklich alle Anbieter von Spar- und Tagesgeldkonten ihre Zinssätze in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt. Viele Leute denken aufgrund der Minizinsen, dass sich das Sparen nun nicht mehr lohnen würde. Dies ist jedoch ein Irrglaube, auch wenn es sicher bessere Zeiten für die Eröffnung eines Baby Sparkontos gab.

Finanzielle Basis durch ein Kinderkonto schaffen

Der vermutlich wichtigste Grund bereits früh für sein Kind oder Baby zu sparen ist die finanzielle Basis, die man durch regelmäßiges Sparen aufbaut. In einigen Jahren werden die Zinsen sicherlich wieder anziehen und selbst wenn diese sich kaum bewegen sollten, hat man durch das regelmäßige Sparen zumindest eine größere Summe zusammen, die dem Nachwuchs bei vielen Dingen helfen kann: Ein neues Kinderzimmer, Führerschein, Zuschuss zur Ausbildung oder als Unterstützung im Studium.

Wer kein Geld für sein Kind spart, verpasst es eine finanzielle Basis aufzubauen, die dem Nachwuchs das spätere Leben deutlich leichter machen kann. Monatlich einen kleinen Betrag für sein Kind zu sparen, egal ob nun gut verzinst oder nicht, sollte für fast Jeden möglich sein. Diese finanzielle Basis kann auch später helfen auf teure Kredite verzichten zu können, falls größere Ausgaben anstehen.

Langfristig besser in Wertpapiere sparen

Wer nicht nur kurz-, sondern besser mittel- oder sogar langfristig monatlich Geld für sein Kind sparen möchte, sollte sich neben der verzinsten Tagesgeldkonten am besten ETF-Sparpläne ansehen. Ein ETF ist ein passiv gemanagter Fonds, der einen (Aktien)Index nachbildet. Viele Leute "fürchten" sich vor der Anlage in Aktien, da sie von möglichen Kursverlusten oder von Pleiten börsennotierter Firmen gehört haben (z.B. Thomas Cook).

Das Risiko eine schlechte Aktie zu erwischen wird jedoch jedoch durch die Anlage in einen Fonds / ETF minimiert. In diesem Fonds sind zahlreiche Aktien enthalten, wodurch einzelne, sich eventuell schlechter entwickelnde Werte ausgeglichen werden. Der größte Vorteil eines ETF-Sparplans für ein Baby liegt jedoch im langen Anlagehoriziont. In der Vergangenheit sind Aktienindizes (wie z.B. der DAX oder Dow Jones) immer mal stark gefallen. Langfristig wurde jedoch jeder noch so große Börsencrash aufgeholt. Durch monatlich feste Sparraten werden außerdem dann mehr Anteile am ETF erworben, wenn die Kurse gerade im Keller sind.

Deutlich mehr Informationen zu einem ETF-Sparplan für Kinder (und auch für Neugeborene und Babys) erhalten Sie in dem verlinkten Artikel.

 

Zinsen laufend überprüfen!

Zins Tipp

Die meisten Banken und Sparkassen können aktuell nur "Minizinsen" anbieten. Die o.g. Direktbanken bieten dennoch gute Konditionen für die Baby Sparkonten, allerdings sind die Zinssätze befristet. Nach der Frist sinkt die Verzinsung auf das Niveau der Bestandskunden. Die Bestandskunden-Zinssätze liegen vermutlich trotzdem über denen der meisten anderen Banken. Man kann seine Zinseinnahmen jedoch leicht erhöhen, wenn man ab und zu die Verzinsung überprüft und hin und wieder den Anbieter wechselt. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos geht sehr schnell und unkompliziert. Alle oben genannten Banken sind in einem größeren Sicherungsfonds Mitglied bzw. würde bei Zahlungsschwierigkeiten die europäische Einlagensicherung greifen. Für Sie und Ihren Nachwuchs empfehlen wir keine Exotenbanken!

 

Steuerlicher Vorteil beim Baby Sparbuch:

Jede natürliche Person in Deutschland hat ein Anspruch auf einen Sparerpauschbetrag. Zinserträge innerhalb dieses Freibetrages (801€ an Einnahmen aus Zinsen und Dividenden sind steuerfrei) unterliegen nicht der Abgeltungssteuer und können unversteuert eingenommen werden.

Gegen die Besteuerung von Zinserträgen sichert man sich normalerweise durch die Einreichung eines Freistellungsauftrages bei seiner Bank ab. Möchte man für sein Kind sparen, so kann man es entweder auf seinen eigenen Namen machen, dann würde man allerdings auch die Zinserträge auf seinen Freistellungsauftrag angerechnet bekommen oder - und das ist die elegantere Lösung - man eröffnet ein Baby Sparbuch bzw. Sparkonto und nutzt den Freistellungsauftrag des Kindes für dessen Zinserträge.

Ärger mit dem Finanzamt vermeiden

Das Finanzamt mag es allerdings nicht, wenn auf das Sparkonto des Neugeborenen Gelder der Eltern "verschoben" werden. Es ist nämlich nicht erlaubt, eigenes Geld auf das Kinderkonto zu verschieben und nach einigen Jahren des steuerfreien Sparens sich das Geld zurück zu überweisen und für eigene Zwecke zu nutzen. Das Finanzamt wird Verschiebungen zwischen dem Baby Konto und dem Eltern Konto vermutlich nicht oder nur sehr schwer feststellen können, dennoch sollte man aufpassen und solche Verschiebungen vermeiden.

Geld auf dem Sparkonto des Kindes soll auch für den Nachwuchs verwendet werden, ansonsten kann das Finanzamt ungemütlich werden.


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